Projekt 50:
Konstruktion und Zusammenbau
Hier ein paar Impressionen von den Arbeiten rund um den Dicken 50er
Die Konstruktion:
…dank der Lehrwerkstatt unserer Firma und tatkräftiger Unterstützung unseres Ausbildungsmeisters Karl Wagner und dessen Auszubildenden, konnten die geplanten Schweißarbeiten durchgeführt werden. Das Material dafür hatte ich mir einigermaßen kostengünstig aus einer Augsburger Metallhandlung kommen lassen.
Ein neu angeschaffter Schweißtisch konnte nun unter Beweis stellen, ob die zusammengeschweißten Teile am Ende auch spannungsfrei zusammenpassen würden. Die Konstruktion der Spiegelzelle war nicht ganz einfach, zumal der Hauptspiegel auch bei horizontnaher Sicht verspannungsfrei in der Spiegelzelle sitzen sollte. Nach 2 Wochen durfte ich den Gitterrohr-Tubus mit nach Hause nehmen.
Nachdem alle Teile in unserem Keller gelandet waren, hatten Claudia und ich zunächst eine größere Streichaktion vor uns. Nach dem Grundieren beschlossen wir, eine Farbkombination aus dem bereits vorhandenen Blau und Schwarz zu rollen. Unglaublich, wie viel Farbe so eine Gitterkonstruktion schlucken kann.
…der Zusammenbau:
Das Osterwochenende stand ganz im Zeichen des Zusammenbaus unseres neuen 50ers. Ich weiß, das ist jetzt nicht besonders christlich, solch eine Aktion an einem heiligen Feiertag zu starten. Trotzdem wollte ich die Zeit nutzen und etwas auf die Beine stellen… Durch die tatkräftige Unterstützung der ganzen Familie sowie der Astrofreunde Ingo Piez und Stefan Mayr konnten wir bei schönstem Wetter mit den Montagearbeiten beginnen.
Der schwierigste Teil war in meinen Augen die exakte Ausrichtung der beiden DE-Achsen zueinander. Diese mussten genau fluchten, damit sich das Teleskop bei seiner Drehbewegung nicht verkantet oder schwergängig wird. Während der Herstellung konnte das nicht genau ausgerichtet werden, da sich jede Schweißkonstruktion durch die Wärmeeinwirkung leicht verzieht. Mit Ingos Geschick klappte das aber wunderbar, in dem er kleine Blechstreifen als Unterlage einsetzte.
Am nächsten Morgen schlossen Florian und ich noch Leitungen an, die wir einen Tag zuvor eingezogen hatten, um die Lüfter und den Telradfinder mit Strom zu versorgen. Stefan kam dazu und wir konnten die Sekundärspiegelhalterung samt Okularauszug montieren.
In den unteren Tubusteil wurde der Hauptspiegel eingesetzt und von unten an das Mittelteil verschraubt.
Der fertig zusammengebaute Tubus
Nach dem Zusammenbau ging es dann zum Justieren der Optik und zum endgültigen Anschluss der Elektrik, bevor wir am Abend dann an Saturn das „First Light“ einfangen konnten.
Ich muss zugeben, dass die Bilddefinition im Vergleich zu unserem 40er Spiegel doch deutlich besser ist. Die Schärfe und Kontrastleistung des Spiegels hat auf jeden Fall überzeugt.
Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei allen ganz herzlich bedanken, die mit geschraubt und mit gefeiert haben.
Ohne die tatkräftige Unterstützung von Stefan und Ingo wäre der Aufbau des Teleskops nicht so reibungslos vonstatten gegangen.
Am Abend schauten noch Simona Polle, Tobias Knesch, sowie Stefan Schuchhardt zum gemeinsamen Firstlight vorbei
Das erste Astrofoto hat übrigens Stefan Schuchardt mit seiner kleinen Digitalkamera aufgenommen, die er ans Okular gehalten hat.
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